Dienstag, 16. Februar 2016

Neues von der Evangelischen Allianz

Die Evangelische Allianz hat einen neuen Newsletter veröffentlicht (http://www.ead.de/newsletter/newsletter-der-deutschen-evangelischen-allianz-vom-15022016.html). Darin wird auf den Ruhestand des langjährigen Allianzreferenten Ulrich Materne verwiesen. Wir freuen uns, daß er uns vor einigen Monaten noch einmal in Jena besuchen durfte. Außerdem wird die Debatte um Äußerungen von Michael Diener aufgegriffen und in diesem Zusammenhang um Gebet für die Frühjahrssitzung am 8. und 9. März gebeten.
Der Arbeitskreis Migration und Integration hilft Gemeinden, einen eigenen Dienst mit Flüchtlingen aufzubauen. Es werden 18 regionale und bundesweite Schulungstage sowie ein Kongress vom 3.-5. Juli angeboten.
Vom 3.-6. März findet ein Islam-Seminar im Allianzhaus statt, zu dem wir herzlich einladen. Auch die Tagung "Gemeinsam unterwegs - Kinder mit und ohne Behinderung in der Gemeinde" vom 7.-10. April dürfte sehr interessant werden. Als Gastreferent wird unter anderem Samuel Koch dabei sein.
Schließlich verweist die Evangelische Allianz auch auf ihre Facebook Seite, bei der man aktuelle Nachrichten abonnieren kann: https://web.facebook.com/DeutscheEvangelischeAllianz

Dienstag, 5. Januar 2016

Überblick der Allianzgebetswoche 2016 in Jena

"Willkommen zu Hause" Lukas 15,11-32


Allianzgebetswoche 9. - 10. 1. 2016 - Kanzeltausch


Gott und seine Kinder (Vers 11)

Sa, 9.01.16
STA Stifterstr. 2 09:30 Uhr S. Beyer

So, 10.01.16
EmK Humboldtstr. 29 09:30 Uhr Karl Flentje
EFG Kahlaische Str. 9 10:00 Uhr A. Möller
FeG Am Saaleufer 1a 10:00 Uhr T. Richter
LKG Wagnergasse 28 10:00 Uhr S. Neuß
Wort des Lebens An der Leite 9 16:00 Uhr R. Panepinto
EKM Lutherhaus 19:00 Uhr S. Beyer

Allianzgebetswoche 11. - 17. 1. 2016


Mo, 11. 01. 2016 Wenn Beziehungen zerbrechen (Vers 12)
STA Stifterstr. 2 19:30 Uhr E. Söllner
Di, 12. 01. 2016 Alles gewollt - alles verloren (Verse 13-16)
EmK Humboldtstr. 29 19:30 Uhr U. Schmidt
Mi, 13. 01. 2016 Wende statt Ende (Verse 17-20a)
LKG Wagnergasse 28 19:30 Uhr T. Butz (EC-Jugendabend)
Do, 14. 01. 2016 Was für ein Vater! (Vers 20b+c)
Christusgemeinde Dornburger Straße 28 19:30 Uhr T. Richter
Fr, 15. 01. 2016 Wie neu geboren (Verse 21-24)
FeG Am Saaleufer 1a 19:30 Uhr K. Flentje
Sa, 16. 01. 2016 Zu Hause und doch weit weg (Verse 25-30)
EFG Kahlaische Str. 9 19:30 Uhr T. Koch
So, 17. 01. 2016 Das muss gefeiert werden! (Verse 31+32)
Stadtkirche 10:00 Uhr Theo Schneider

Montag, 7. Dezember 2015

Einladung zum Kinderforum / PerspektivForum vom 07. bis 10.04.2016


An Freunde und Interessenten des PerspektivForums Behinderung,
des Kinderforums des Arbeitskreises Kinder in Kirche und Gesellschaft,
Vertreter der örtlichen Allianzen und die mit der Deutschen Evangelischen Allianz verbundenen Werke und Verbände

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

wir freuen uns, dass wir Ihnen heute die Einladung zur gemeinsamen Tagung des PerspektivForums Behinderung & des Kinderforums der Deutschen Evangelischen Allianz zusenden dürfen, die vom 07. bis 10.04.2016 im Evangelischen Allianzhaus in Bad Blankenburg / Thüringen stattfinden wird und auf die wir Sie gern heute schon aufmerksam machen wollen. „Gemeinsam unterwegs“ lautet das Thema der Tagung, deren Programm und weitere wichtige Hinweise Sie in beigefügtem Flyer finden. Die Tagung hält viele besondere Höhepunkte bereit – einer davon wird sicherlich der im Rahmen der Tagung stattfindende Blankenburger Abend am 08.04.2016 mit Samuel Koch, Roland Walter und Benji Wiebe sein, an dem es um die Frage „Wie machst du das mit deinem Leben?“.
Ein Sonderpreis von 75,00 € pro Person für die gesamte Zeit inklusive Verpflegung, der durch eine Förderung der Tagung durch „Aktion Mensch“ möglich ist, soll allen interessierten - auch von Behinderung betroffenen - Menschen, die gern dabei sein möchten, eine Teilnahme erleichtern.

Wir bitten Sie herzlich, diese Information und Einladung zur Tagung selbst aufzunehmen, aber auch bewusst und gezielt an mögliche Interessenten weiterzugeben. Sollten Sie dafür die Einlade-Flyer in gedruckter Form oder Informationsmaterial über das PerspektivForum Behinderung benötigen, bestellen Sie diese direkt unter versand@ead.de oder auch auf unserer Website unter http://www.ead.de/arbeitskreise/perspektivforum-behinderung/downloads.html

Falls Sie nicht an dieser interessanten Tagung teilnehmen können, Ihnen aber unsere Arbeit insgesamt am Herzen liegt, sind Sie herzlich eingeladen, uns mit Ihrer Spende zu unterstützen. Mehr Informationen finden Sie unter http://www.ead.de/spenden/allgemeine-informationen/finanzierung-und-spenden.html.

Mit herzlichen Grüßen zum Ende der 1. Woche des Advents bin ich
Ihr 

Hartmut Steeb

Generalsekretär
Deutsche Evangelische Allianz e.V.

Mittwoch, 18. November 2015

Aktion: Willkommen zu Weihnachten!


Willkommen zu Weihnachten! – unter diesem Motto laden Christen als Familie, Gemeinde oder Gemeinschaft Flüchtlinge und Asybewerber ein, um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Dazu bieten sich für Gastgeber mit offenem Herz und Haus die vier G-Aktivitäten an:
  1. Gemeinsames Kaffeetrinken oder Abendessen
  2. Gespräch und Austausch in gastfreundlicher, respektvoller Atmosphäre
  3. Geistlichen Impuls auf DVD anschauen und Weihnachten erklären
  4. Gottesdienst feiern oder gemeinsamer Besuch eines Weihnachtsgottesdienstes
Als praktische Hilfe für diese 4 G bietet die Evangelische Allianz gastgebenden Christen und Gemeinden eine Medienbox in den 4 Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Persisch) an. Sie enthält:
  • Fünf mehrsprachige Einladungskarten mit Platz für konkrete Angaben
  • Mehrsprachige Jesusfilm-DVD in 16 Sprachen mit Weihnachtsgeschichte nach Lukas 1-2
  • Buch und Smartphone-App (10 Karten) mit mehrsprachiger Einführung in den christlichen Glauben
  • Mehrsprachiges Begrüßungsmagazin für Flüchtlinge (ohne Persisch)
  • Mehrsprachiger Flyer mit der Weihnachtsgeschichte Lk. 2,1-10
  • Karte zum Basteln einer Kerze und Streichhölzer als Gesprächseinstieg und Geschenk
  • Gastgeber-Leitfaden mit Tipps für Einladung, Gestaltung und kulturelle Besonderheiten
(Änderungen an der Medienbox vorbehalten!)
Kosten: Die Partner sponsern die Box. Dennoch entstehen je Box und Versand Kosten von ca.7€. Es wird um eine Spende gebeten.
Auslieferung ab voraussichtlich 8. Dezember 2015 durch: 
Stiftung Marburger Medien, Am Schwanhof 17, 35037 Marburg, Tel.: 06421/18090,
Eine Aktion auf Initiative des Hauptvorstandes der Deutschen Evangelischen Allianz, weitere Partner: ERF Medien, Stiftung Christliche Medien, Stiftung Marburger Medien, Willow Creek D

Mittwoch, 11. November 2015

Dr. Michael Diener neues Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland

Bei den heutigen Wahlen zum Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Bremen ist der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband und ehrenamtliche Erste Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Dr. Michael Diener, für die Amtszeit von sechs Jahren in das höchste Gremium der EKD gewählt worden. Das ist eine völlig neue Entwicklung, weil mit Michael Diener zum ersten Mal der Präses des pietistischen Dachverbands in der EKD in dieses Gremium berufen wurde. Da er im Ehrenamt auch die Deutsche Evangelische Allianz als Vorsitzender leitet, ist mit ihm auch zum ersten Mal ein Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz Mitglied in diesem Leitungsgremium.
„Seine Wahl ist auch ein starkes Zeichen für das konstruktive Miteinander von EKD und Deutscher Evangelischer Allianz, wie es sich in den letzten Jahren immer mehr entwickelt hat“, sagte der Zweite Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Ekkehart Vetter, nach der Wahl. In Abwandlung eines früheren Zitats des Vorsitzenden könne man sagen „so viel Miteinander zwischen Kirche und evangelikaler Bewegung wie möglich und so viel Eigenständigkeit wie nötig.“
Die Deutsche Evangelische Allianz gratuliert Michael Diener zur Wahl in dieses wichtige Amt mit dem Zuspruch und der Gewissheit aus 1. Korinther 3,11: „Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus“ und wünscht ihm ein zusätzliches Maß an Kraft und Gottes Segen für ein wirksames Mandat in der EKD.

Hartmut Steeb
Generalsekretär

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Evangelische Allianz für alternativloses Miteinander der Christen: 170. Allianzgebetswoche findet weltweit vom 10. - 17. Januar 2016 statt


Die Feierlichkeiten zu 500 Jahre Reformation im Jahr 2017 sind längst auf dem Weg. Martin Luther wollte seine Kirche erneuern, wollte, dass die Kirche selbst wieder zu dem findet, was eigentlich ihre Sache ist. Es war nicht seine Absicht, eine neue Kirche zu gründen, aber es blieb ihm am Ende nichts anderes übrig. Und leider ist die ganze Kirchengeschichte voll von Streit unter Christen und Kirchen, Zertrennungen, Spaltungen. Es ist bedrückend, dass es weltweit etwa 38.000 verschiedene (!) christliche Konfessionen und Denominationen gibt.

Die Evangelische Allianz geht seit über 160 Jahren den Weg, die organische Gemeinschaft der Kinder Gottes zu stärken. Darum lädt bereits zum 170. Mal die 1846 gegründete weltweite Bewegung der Evangelischen Allianz vom 10. - 17.Januar 2016 zur Internationalen Gebetswoche ein.
In diesem Jahr geht es um die Geschichte des „verlorenen Sohnes“ mit Bezug auf den Bibeltext aus Lukas 15, 11 – 32 und das darin so eindrücklich erzählte Evangelium, wenn Christen aus der großen Familie Gottes zum gemeinsamen Gebet zusammen kommen. Dass diese Familie auch an den nationalen Grenzen kein Halt macht, wird auch dadurch deutlich, dass der Entwurf für diese Texte zur kommenden Gebetswoche von der Evangelischen Allianz in Tschechien kommt, bearbeitet für den deutschen Sprachraum - zusammen mit den Vertretern aus der Schweiz und aus Österreich - vom Arbeitskreis Gebet der Deutschen Evangelischen Allianz unter der Leitung von Pfarrer Axel Nehlsen, Berlin.
Das Material zur Allianzgebetswoche steht ab sofort zur Verfügung unter http://www.ead.de/gebet/allianzgebetswoche/download.html

Von der Gebetswoche zur Gebetsbewegung

Die Allianzgebetswoche findet in mehr als 25 Ländern Europas sowie in Ländern anderer Kontinente statt. Allein in Deutschland werden sich etwa 300.000 Christen in ca. 1.100 Orten aus den unterschiedlichsten Kirchen und Gemeinden versammeln, um im Gebet Verbindung zu Gott und untereinander zu suchen und Anliegen aus Politik und Gesellschaft zu benennen. Sie ist zugleich der Auftakt für eine ganzjährige Gebetsbewegung der Evangelischen Allianz mit Vorschlägen für Monats-gebetstreffen, in viermal jährlich erscheinenden Gebetsheften mit täglichen Gebetsanliegen aus der Evangelischen Allianz, der mit ihr befreundeten Werke und Verbände und der weltweiten Christenheit.

Gebet für verfolgte Christen
Als besondere Herausforderung für die Christen, auch im neuen Jahr 2016, bezeichnet Hartmut Steeb, der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, die Situation der bedrängten und verfolgten Christen in vielen Ländern der Welt. „Wir nehmen die oft so ausweglos erscheinende Situation zur Kenntnis und unterstützen gerne die Christen und ihre Gemeinden in der Verfolgung, wo immer das möglich ist. Aber oft sehen wir keine Hilfsmöglichkeiten. Darum bringen wir diese Situation vor Gott im Gebet und rufen die Christen in unserem Land der Freiheit auf, täglich für die verfolgten Christen und die himmelschreienden Menschenrechtsverletzungen zu beten.“ so Steeb. Die Deutsche Evangelische Allianz stellt darum das ganze Jahr hindurch für jeden einzelnen Tag Betern eine konkrete Situation vor Augen. Die Gebetsbitten können zum laufenden Bezug per E-Mail bestellt werden: subskribiere-gebetsanliegen@akref.de.

Evangelische Allianz weltweit und in Bad Blankenburg
Die Evangelische Allianz ist eine weltweite Bewegung mit 128 nationalen Allianzen, in der sich seit fast 170 Jahren regelmäßig Christen, unabhängig von ihrer Kirchenzugehörigkeit, zusammenfinden. Ihre Absicht ist es, die in Christus gegebene Einheit seiner Gemeinde zu gestalten und  die gemeinsame missionarische und gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen. Grundlage der Zusammenarbeit ist neben der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz auch der Respekt vor anderen in ihrer Andersartigkeit. Kern der gemeinsamen Aktivitäten sind Gebet und Evangelisation. Auch diakonische Einrichtungen, humanitäre Aktionen sowie gesellschaftspolitisch relevante Initiativen erwachsen aus der Arbeit der Evangelischen Allianz. Am Sitz der Deutschen Evangelischen Allianz, im thüringischen Bad Blankenburg, unterhält sie auch ein Tagungs- und Konferenzzentrum www.allianzhaus.de.

Montag, 5. Oktober 2015

Erklärung des AEM-Vorstandes zur aktuellen Flüchtlingssituation in Europa

Bei seiner letzten Vorstandssitzung hat sich der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen intensiv mit der aktuellen Flüchtlingslage in Europa befasst und erklärt dazu:

1. Die Bibel ist voll von Migrationsgeschichten: Adam, Noah, Abraham, Jakob, Joseph, Mose, David, Hesekiel, Jeremia, Nehemia, Daniel, Jesus, die Apostel und frühe Gemeinde... Trotz allem Versagen von Menschen handelt Gott; er ist souverän und wirkt durch die weltweite Migration, macht Heilsgeschichte und will dem Einzelnen ein guter Hirte sein.

2. Die Gemeinde Jesu war von Anfang an eine Gemeinschaft, die Menschen aus allen Völkern, sozialen Ständen und Sprachen, Männer und Frauen in gleicher Weise einschloss. Sie bildeten eine große Familie. Das zeichnet die Gemeinde Jesu aus; das gilt es auch heute in unseren Gemeinden zu lehren und zu leben.

3. In Deutschland haben wir große Erfahrung, Flüchtlinge willkommen zu heißen und Migranten zu integrieren. Nach der Vertreibung von Juden, Christen und Andersdenkenden im Dritten Reich, haben wir nach 1945 13 Mio. Vertriebene aus den Ostgebieten integriert, in den 60-iger Jahren Millionen Gastarbeiter eingeladen, ab den 70-iger Jahren kamen viele Russlanddeutsche hinzu, nach 1989/90 Hundertausende Spätaussiedler aus Osteuropa. Auch jetzt haben wir wieder Gelegenheit, Menschen in großer Not eine Zuflucht und neue Heimat zu bieten. Darum fordern wir alle Gemeinden auf, sich den neuen Nachbarn in ihrer Umgebung zuzuwenden – im Gleichnis vom Barmherzigen Samariter (Lukas 10,25ff) erklärt Jesus, wer unser Nächster ist, dem wir helfen sollen.

4. Wir fordern alle Missionswerke auf, Missionare, die aus unterschiedlichen Gründen nach Deutschland zurückkommen, hier im Dienst unter Flüchtlingen einzusetzen. Sie sind unschätzbare Brückenbauer zwischen den Kulturen und helfen Gemeinden, ihre Möglichkeiten zu nutzen und zu entwickeln.

5. Die meisten Flüchtlinge sind Bürgerkrieg oder Terror entkommen, oft traumatisiert von der Flucht. Hier gilt Jesu Wort: „Ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet… Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Matthäus 25,35ff). Viele Flüchtlinge aus Eritrea, Syrien, Irak, Iran und Westafrika sind Christen. Sie brauchen unsere Solidarität und Hilfe. Wir bitten darum, ihnen großzügig Privatquartiere, Gemeindehäuser und Freizeitheime als Unterkunft anzubieten, zumal viele auch in Gemeinschaftsunterkünften in Deutschland weiter um ihres Glaubens willen verfolgt werden.

6. Viele Flüchtlinge sind als Muslime islamistischem Terror entkommen. Sie (wie auch die 5 Mio. Muslime, die schon länger in unserem Land leben) sind tief schockiert über die menschenverachtenden Grausamkeiten, die im Namen ihrer Religion angerichtet werden. Sie hatten nie die Gelegenheit, frei zu denken und kritisch zu hinterfragen. Jetzt brechen viele Fragen auf: Warum öffnen ihnen die aus ihrer Sicht „ungläubigen“ Europäer die Tür und nehmen sie freundlich auf, während ihre Cousins auf der arabischen Halbinsel sie herzlos abweisen? Das bringt viele ins Fragen.

7. Die meisten muslimischen Flüchtlinge sind in ihrer Heimat nie einem Christen begegnet; sie hatten nie einen Nachfolger von Jesus zum Freund und haben nie das Evangelium im Alltag erlebt. Das ist unsere Gelegenheit, ihnen in der Liebe Jesu zu begegnen.

8. Untersuchungen zeigen zudem, dass viele syrische Flüchtlinge hochgebildet sind, hart arbeiten wollen und relativ wenige Kinder haben. Bereits vor Beginn des Bürgerkriegs lag die Geburtenrate mit 2,3% pro Jahr recht niedrig (UN, Worldbank). Die Ängste vor einer „biologischen Übernahme“ widersprechen den Fakten.

9. Natürlich sind Flüchtlinge ebenso wenig „Heilige“ wie Menschen im Westen. Es gibt darunter selbstlose und egoistische, so wie auch unter uns. Jeder Mensch braucht die Erlösung und das neue Leben in Jesus. In den meisten Herkunftsländern gibt es jedoch große Einschränkungen für christliche Gemeinden und die Verkündigung des Evangeliums. Hier haben wir alle Freiheit, die Liebe Jesu zu bezeugen.

10. Wir stehen ein für die Allgemeinen Menschenrechte, Religionsfreiheit in allen Ländern sowie den Schutz der Minderheiten vor Manipulation und Gewalt durch Andersdenkende. Wir setzen uns ein für Frieden, menschenwürdige Lebensverhältnisse und nachhaltige Entwicklung. Christen sind weltweit besonders sozial diskriminiert und verfolgt. Wir fordern ihren Schutz durch staatliche Organe – auch in unserem Land. Nur so werden die Ursachen für Flucht und Vertreibung abgebaut.

11. Wir nehmen die Ängste in der Bevölkerung wahr und erkennen die großen finanziellen und sozialen Leistungen, die jetzt für die Versorgung und Integration so vieler Flüchtlinge erforderlich ist. Als eines der reichsten und wirtschaftlich stärksten Länder der Erde können wir diese Herausforderung anpacken.

12. Viele Muslime wollen dem allmächtigen Gott, dem Schöpfer Himmels und der Erde, dienen, doch erscheint der Allmächtige ihnen stets fremd, unendlich weit entfernt. Und so suchen sie mit großem Eifer religiöse Pflichten zu erfüllen in der verzweifelten Hoffnung, dass es im Endgericht reicht. Denn sie wissen nichts von der Gerechtigkeit Gottes (Röm 10,3), dass Gott selbst die gefallene Schöpfung mit sich selbst versöhnt hat in Jesus Christus. Diese wunderbare Botschaft dürfen wir mit Menschen in unserer Nachbarschaft teilen. Wir haben heute die einzigartige Gelegenheit, vor Ort zahllose Menschen mit Jesus bekannt zu machen, die noch nie die Gute Nachricht gehört haben.

AEM-Vorstand am 29. September 2015